Zum Hauptinhalt springen

Gedankenschleifen – wenn das Gehirn auf »Wiederholung« hängt

Gedankenschleifen sind wie ein innerer DJ mit nur einem Song. Und der heißt meistens »Was wäre gewesen, wenn …« oder »Was wird werden, wenn …«. Das Gehirn versucht dabei, ein Problem zu lösen – leider ohne neue Information. Das Ergebnis: viel Denken, belastende Gefühle, kein Fortschritt.

Wie steigt man aus diesen Schleifen aus?

Eine sehr wirksame Methode lautet: »Körper schlägt Kopf!«

Gedankenschleifen sind Kopfsache. Der Verstand schickt unablässig neue Gedanken. Deshalb hilft es, den Fokus auf den Körper und seine Wahrnehmung zu legen: aufstehen, wenn man gerade sitzt, kaltes Wasser über die Hände laufen lassen, Musik an, Kopfhörer auf – und sich bewegen.

Bewegung ist wie »Strg+Alt+Entf« fürs Nervensystem. Der Königsweg ist der Spaziergang draußen vor der Tür, bestenfalls in der Natur.

Gedankenschleifen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Zeichen eines übermäßig engagierten Gehirns und Nervensystems. Man muss nichts wegmachen oder positiv umdeuten – »einfach« nur nicht jedes Mal wieder einsteigen. Gedanken dürfen da sein – müssen aber nicht das Steuer übernehmen.

In diesem Sinne: Übernehmen Sie das Steuer
Herzlichst Zilly Zitzelsberger

 

© Stefan Guggenbichler, s-g.art